Herzogenart im Schnelldurchlauf

Schnelldurchlauf

Fotos von Mitch

Glück

Im Herzogenried Glück finden, verteilen und festhalten

Glücksaktion 20.-28. Mai 2011

Kunstaktion von Bernd Böhlendorf und Carmen Berdux:

Preisschilder mit dem Aufdruck »Glück« in verschiedenen Sprachen (Multiples) werden vor und während der Eröffnung der Ausstellung im Stadtteil verteilt. Sprachen: (Deutsch, Englisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Slowenisch, Griechisch, Bulgarisch und Russisch).

Wir laden die Bewohnerinnen und Bewohner des Herzogenried ein, das geklebte Glück mit Handys oder Fotoapparat zu fotografieren. Im Infocontainer werden die Fotos in einer

dynamischen Fotoausstellung vom 20. – 28. 05.

zwischen 16 und 20 Uhr ausgestellt.

Ab wann und wo und wie?

Der Infocontainer steht ab 18. Mai
auf dem Schulhof der Käthe-Kollwitz Grundschule
Im Herrenried 1

Fotos können entweder vorbeigebracht, oder per Mail an
E-Mail: info@kingkong-contemporary.de gesendet werden.

Die Fotos werden gesammelt, bis zum nächsten Tag ausgedruckt und im Container und hier auf der Webseite gezeigt. Wenn gewünscht, wird auch der Name und der Ort mit angegeben.




„Herzogenart” Public Images – Private Views

„Herzogenart”

Public Images – Private Views

Häuserblock

Häuserblock im Brunnengarten, Herzogenried

Freitag, 20. Mai 2011

Ausstellungseröffnung 19,30 Uhr am KingKong-Container auf dem Schulhof der Käthe-Kollwitz Grundschule Herzogenried
KING KONG Contemporary Art Project interveniert in Mannheim- Herzogenried

Die Kunst zeigt sich diesmal nicht nur in den für King Kong | Contemporary Art Project typischen Bürocontainermodulen, sondern die Arbeiten der teilnehmenden Künstler/innen werden in leerstehenden Wohnungen und im Öffentlichen Raum im Herzogenried präsentiert. Ein Containerraum auf dem Hof derKäthe-Kollwitz Grundschule Herzogenried dient als Infopoint und ist Ausgangspunkt des Kunstparcours durch den Stadtteil. Hier werden zudem Künstlergespräche, Diskussionen und Filmvorührungen stattfinden.

Die Intention von HERZOGENART ist, mit den Arbeiten auf die spezifischen Bedingungen vor Ort einzugehen. Die Kunst wird den Stadtteil und das Leben seiner Bewohnerinnern und Bewohner thematisieren. Viele der geplanten Kunstprojekte beziehen so auch die Anwohner bewusst mit ein, was ganz im Sinne der Initatoren ist.

Herzogenried ist Teil der Mannheimer Neckarstadt-Ost und wurde 1974-77 erbaut. Nach einem bundesweit ausgeschriebenem Ideenwettbewerb wurden 2000 Wohnungen als Mustersiedlung zum Thema „Wohnen im Grün“ geschaffen. Nun prägen zeittypische Hochhausanlagen, der anschließende Herzogenriedpark, die Strafvollzugsanstalt und das Eissportzentrum das äußere Bild.

Führungen:
  • Samstag, 21.5. 2011 um 16 Uhr,
  • Sonntag, 22.5. 2011 um 16 Uhr,
  • Freitag, 27.5. 2011 um 16 Uhr,

Treffpunkt: Infocontainer Käthe-Kollwitz Schule
mit Dr. Susanne Kaeppele

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Soundpattern#2 | Fishing a dragon | Woche 1+2

Videoblock:„Display“

kuratiert von Thomas Lüer (Frankfurt)

Ausstellung 3 | Woche  3.-13.12.2010 | Soundpattern#2 | Fishing a dragon

Programm

Tag des Sieges | Martina Wolf, Moskau
In der Moskauer Innenstadt zeigen Bildschirme Film­­szenen aus dem 2. Weltkrieg. Im Zeitraum von 5 Minuten gehen dramatische Kriegshandlungen über in den Triumph der Sieger. Wie in einer Parallelwelt erscheinen Passanten und Fahrzeuge im Tagesgeschehen…

Fishing a dragon | Vadim Schaeffler
Beijing, ein älterer Mann versucht einen Drachen zu fangen. Der Drachen windet sich, qualmt und speit Feuer. Die Passanten verfolgen gespannt diesen Vorgang oder stehen mit teilnahmsloser Mine daneben.

Illucid cinema | Alexandra Hopf
Einzelne Sequenzen mit lochblendenartigem Erscheinungsbild werden ähnlich der sprunghaften Logik in Träumen fragmentarisch montiert.
Für die Dauer weniger Sekunden erscheint, was sich in individuellen und kollektivem Unbewußten in Schichten abgesetzt hat: Manien, Ängste und Phantasmen.

Omaha beach | Nathalie Grenzhaeuser
In dem 3 minütigen Video, das als fortlaufender Loop gezeigt wird, ist das einzelne Bild Bestandteil einer ineinandergeblendeten Bilderfolge, in der Gegenwart und Geschichte eine assoziative Verbindung eingehen. Durch den Loop entsteht ein Kreislauf, der das Verschwinden der Erinnerung und die zwiespältigen Gefühle, die dieser Ort hervorruft, unendlich fortsetzen.

Fields of lightnings |
Heide Deigert
Santa Fe, an einem Institut entwickeln Forscher an­hand von Computersimulationen Modelle künstlichen Lebens. Dabei tendieren sie dazu, lebende Prozesse auf physikalische Gesetze zu reduzieren und den realen Kontakt mit ihrer Umwelt zu vernachlässigen. Die amerikanischen Ureinwohner Santa Fes werden auf der Basis dieser Haltung als Teil der Landschaft New Mexicos verehrt und in ihr System integriert – Interview “Through the looking-glass” mit dem Künstler Mateo Romero.

At the same moment | Christine Schulz
Vergleichbar mit dem Sampling in der Musik wird aus einem umfassenden bildmedialen Archiv eine ortsbezogene Realisierung erstellt. Jenseits linearer Erzählformen bilden sich piktorale Wechselbeziehungen uber räumliche und zeitliche Schranken hinweg, fügt sich Ähnliches und auseinander Liegendes in simultan erlebbare Bilder.

Soundpattern#2 | Fishing a dragon | Woche 1 | Jens Brand

Performance „Ratschen“ und Soundinstallation

„Motor“ | Jens Brand

Ausstellung 3 | Woche  3.-6. 12.2010 | Soundpattern#2 | Fishing a dragon

Bienenkörbe

MOTOR ist eine experimentelle Weiterentwicklung der HUM Filme, die von Orten handeln, an denen sich visuell wenig verändert und zudem infolge eines Aggregats oder ähnlichem ein ebenso permanenter Klang vorherrscht. Bild und Ton scheinen in diesen Filmen eingefroren. In MOTOR wird ein solcher Ort nicht gefunden sondern erzeugt.

kuratiert von Hans W. Koch (Komponist und Experimentalmusiker), Köln

Soundpattern#2 | Fishing a dragon | 10.12.2010

Stau | Cello-Video-Performance | Gunilda Wörner

Ausstellung 3 |  10. 12.2010, ab ca 20 Uhr | Soundpattern#2 | Fishing a dragon

geknülltesPapier

In der Arbeit mit Video entstehen Notationen, die einerseits Möglichkeiten zur freien Improvisation bieten, andererseits aber auch inhaltliche Vorgaben für die Ausführenden transportieren. Die Musik entwickelt sich anhand des bildlichen Ablaufs, der wie ein Impuls wirkt.

Die Vorstellung von einer Verdichtung einzelner Elemente, die als Konglomerat aufeinander treffen und sich gegenseitig beeinflussen wird in dem Tonstück „Stau” thematisiert. Bewegungen des einzelnen sind auch Bewegungen im Ganzen. Spannungen treten auf und werden durch Druckausgleich wieder normalisiert.


Soundpattern#2 | Fishing a dragon | Woche 2

Performance und Soundinstallation „(not) making decisions + Windkörner“  | Peter Behrendsen

Ausstellung 3 | Woche 10.-13.12.2010, | Soundpattern#2 | Fishing a dragon

Performance (not) making decisions | 10.12. ab ca 20 Uhr
Diese Reihe von Stücken befasst sich nicht so sehr mit Musik oder mit musikalischer Komposition, d.h. mit einem auf ein finales musikalisches Resultat gerichteten, erwünschten Objekt, das einer geplanten Makro-Struktur folgen würde. Unter Verwendung beliebiger elektronischer Musikgeräte, in diesem Fall der “G2” von NordModular plus diverser Peripherie wird vielmehr ein prozeßhaftes Vorgehen als Methode angestrebt. Die dabei verwendeten Patches wurden so komplex konzipiert, dass die Modul-Konfiguration sich in einem instabilen, chaotischen Zustand befindet, der nur zum Teil kontrollierbar und berechenbar ist.

Innenansicht KunstContainer

Soundinstallation " Windkörner" Peter Behrendsen

Soundinstallation Windkörner | 10.12., 11.12., 13.12.2010 | 16-20 Uhr

Eine Paraphrase über den Wind, in der Windklänge nicht vorkommen, das geschriebene und gesprochene Wort Wind ist alleiniges Material – keine Vertonung sondern eine Art konkreter Klang-Schrift-Poesie.
Ausschließliches Material sind stets Namen “regionaler Winde” in vielen Weltsprachen, die von dem Meterologen Malte Nauper gesammelt und im Internet veröffentlicht wurden.
Sie werden gesprochen von Bettina Wenzel und Peter Behrendsen und wurden mit dem auf der Granular-Synthese basierenden Computer-Programm des österreichischen Komponisten Karlheinz Essl bearbeitet und mittels einfacher Zufallsverfahren (Spielkarten und Würfelspiel) als Mehrspur-Klangschicht komponiert. Die so entstandenen granularen Sprachklänge (“grain” = engl. “Korn”) wurden für die Installation als 47-minütige Komposition, die über 6 Lautsprecher-Kanäle wiedergegeben wird, neu strukturiert.
Für die Installation wurden die Windnamen zudem lettristisch visualisiert und dargestellt, sie sind aber in keiner Weise kongruent oder synchron zur akustischen Ebene, allerdings ebenso komplex und irrational – eine völlig eigenständige Schicht, keinesfalls eine visuelle “Übersetzung” oder Verdeutlichung. Sie erscheinen in verschiedenen Größen mehr oder weniger dicht übereinander geschichtet.

kuratiert von Hans W. Koch (Komponist und Experimentalmusiker), KölnAusschnitt der Installation Windkörner von Peter Behrendsen

Soundpattern#2 | Fishing a dragon | Woche 3 | Bettina Wenzel

Live-Sound-Performance | Bettina Wenzel

Ausstellung 3 | Freitag, 17. 12.2010, ca 20 Uhr | Soundpattern#2 | Fishing a dragon

Ihre Stimmausbildung erhielt sie von 1992 bis 2001 am “Centre Artistique Roy Hart” (Thoiras/ Frankreich) nach Alfred Wolfsohn und Roy Hart.
Seither exploriert Bettina Wenzel Stimmklang und dessen Extreme. Sie sucht ständig nach neuen Möglichkeiten ihre Stimmkapazitäten zu erweitern und schafft aus dem so gewonnenen Klangmaterial innovative Strukturen. Ihre Kunst erinnert weniger an Gesang als vielmehr an Instrumentalmusik, da sie ihre Stimme mit einem umfangreichen Repertoire an oft überraschenden Klängen wie ein Musikinstrument einsetzt, und ihre Darbietungen sind durchkomponierte kleine Konzerte.
Zudem steht die Wechselwirkung der Medien Stimme, Objekte und Video im Fokus ihrer künstlerischen Arbeit.